Evangelischer
Kirchenbauverein

GEGRÜNDET 1890 ZU BERLIN
ERNEUERT DURCH DEN FREUNDESKREIS
ZUM SCHUTZ KIRCHLICHEN KUNSTGUTES
BERLIN-FRIEDENAU
1975

Arbeitsberichte
1.
Fachtagung 2006
2.
Fachtagung 2007
Sonstiges
Streit um die Kuppel des
Berliner Doms
Versöhnung" - Wer mit wem?
von Dr. theol. Thomas Buske, Berlin
Sub Specie Aeternitatis Dei - Zum
theologisch-ikonographischen Stellenwert der mittelalterlichen Farbfenster
im Chorscheitel der St.Marienkirche zu Frankfurt/O
Zum
Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam
Erste Interdisziplinäre Fachtagung
- Himmelfahrt 2006 in Dargun

Bisher vorliegende Tagungsbeiträge:
Entwicklung und Funktion der Chorabschrankungen in Schweden
vor 1700 - Anna Nilsén
„Taufengel“ – Eine
kunstgeschichtliche Sonderform aus der Frömmigkeitsgeschichte des
Protestantismus - Brigitte Becker-Carus (PDF 921 KB)
Der
Lettner im Kolberger Dom - Historischer Aufriss bis zur Zerstörung 1945
Von Gebhard Bierbrauer (htm)
DIE SARKOPHAGE DER HERZOGE VON POMMERN - WOLGAST -
RESTAURIERUNGSBERICHT TEIL I - Wolfgang Hofmann (htm)

THOMAS BUSKE
- MENSCH RAUM - DER
CHRISTLICHE VERKÜNDIGUNGSORT PRAELIMINARIEN ZU EINER RE-MEMORATIO
GESCHICHTLICHER ZUSAMMENHÄNGE (Gesamt: PDF 4717 KB!)
Programm der Tagung
Bericht von der Ersten
Interdisziplinären Fachtagung zu Himmelfahrt 2006 in Dargun
Von. Dr. Thomas Buske
Nach dem Grußwort der Stadt
Dargun durch den Bürgermeister,
Herrn Graupmann.
Einführung zur Veranlassung und Erläuterung der Einladung durch den
Evangelischen Kirchenbauverein:
Wenn Sie sich hier in der Kloster- und Schloßanlage umschauen, werden Sie
sehr schnell und wohl auch ausnahmslos mit uns den Eindruck teilen, wie wichtig
es ist, gerade hierher zu einer solchen Tagung einzuladen, die bewußt auf jede
etwa vorgefertigte Thematik verzichtet und stattdessen erneut wieder jenseits
aller fachspezifischen Definitionen die universitäre Gemeinsamkeit in Lehre und
Forschung, also die Öffnung gegenüber allem immer wieder nur zu vorschnell
verschulten Denken und seinen so auch zumeist - und auch kaum bemerkt -
ideologisch geprägten, aber in Wahrheit stets ungenügenden Ergebnissen in der
Wissenschaftsgeschichte, wachrufen möchte.

Dargun, Klosterkirche und
anschließender Schloßsüdflügel von Südwest, J. KORNERUP, 27. August 1875, in:
NATIONAL MUSEUM OF DENMARK / NATIONALMUSEET K0BENHAVN (Afdeling Oldtid og
Middelalder),
The Antiquarian-Topographical Archives, (Ant. Top. Arkiv), Blatt Nr. 6538. Abb.n.
Christine Kratzke, Das Zisterzienserkloster Dargun, (Michael Imhof-Verlag)
Petersberg 2oo4
Bilder von der
Tagung 2006 in Dargun,
Fotostrecke
Und
so fallen für uns hier zwei Aufgaben zusammen:
Mit der Stadt Dargun, die uns durch das Zuvorkommen ihres Bürgermeisters,
Hr.Graupmann, hier Gastrecht gewährt, teilen wir das für uns jedenfalls
unabdingbare Interesse, diesen Ort - die Darguner Kloster und Schloßanlage gegen
alle 1945 hereingebrochene Zerstörung wieder mit umfassendem Leben auch in
Analogie zu der ursprünglichen Bestimmung aufs neue zu füllen, und wir es also
eben nicht bei den Ruinen belassen wollen, auch wenn die großen Gönner eines
solchen Vorhabens erst noch gefunden werden müssen. Und sich hierin der
offenbar kaum noch zu überbrückende Hiatus auftut, daß im Unterschied zu den
sehr eingängig anzuwendenden technischen und naturwissenschaftlichen
Aktivitäten, für die eigentliche Grundlagenforschung, wie sie allein in den
Geisteswissenschaften überhaupt methodisch getrieben und als Korrektiv aller
Wissenschaftlichkeit stets neu zu entwickeln war, kaum noch Verständnis zu
wecken ist - ja sogar im universitären Bereich inzwischen selbst der „Stoff" in
den „Geisteswissenschaften" (historisch, kritisch, objektiv... dargestellt) nach
in sich selbst verschränkenden Arbeitsweisen geordnet und so „Philosophie" und
erst recht die Theologie um ihren unverwechselbaren Stellenwert gebracht werden
würden.
Das Denken und der Ursprung zur Befreiung zum Denken sich mithin in der
Selbstentfaltung von „Ordnen und Erfinden" verlieren mußte, und so nicht mehr in
der Lage war, sich nämlich auch zugleich und in sittlicher Einheit und
Verantwortung zu dem schöpferischen Vorgang einer „transzendentalen
Apperzeption" (Kant) zu erheben vermochte.
Der Durchbruch vom Sichtbaren zu dem in der Unmittelbarkeit des jeweils
Einzelnen Verschlossenen wird mithin gar nicht mehr (aus welchen Gründen auch
immer) versucht, sondern solche Dimension viel lieber in entsprechende und
unverbindliche Denkgebilde projiziert. Denn diese Wahrheit über sich selber war
viel zu herausfordernd. Nemo seit... (Pred 9 1): Kein Mensch, der schon die
Liebe und den Haß desjenigen kennte, den er vor sich hat, geschweige denn die
Abgründe seines eigenen Selbst - und eben immer ohne jegliche auch nur irgendwie
begreifbare substantia; Begriffe also doch nur „Produkte des Denkens" sind - und
nichts anderes (und also auch keine „ontologischen" und einem anderen a n zu
demonstrierbaren Wahrheiten - aber im übrigen gerade dann genau auch solche
„Wahrheiten" stets das Kennzeichen aller totalitären Herrschaftsformen waren und
sind / K.H.Haag). Oder mit Luther: Auch der Geist ist nur „Fleisch" und sonst
nichts und fiele darum genauso unter das Urteil Gottes.
Der Mensch also stets auf die Affinität der creatio ex nihilo (dem Geheimnis des
Handelns und Schaffens Gottes) geworfen und in solcher Gleichheit sein Ich
(Pflicht, Wahrheit und Erkenntnis) als allein selber ganz zu verantwortende
Ebendbildlichkeit Gottes zu erkennen hatte... Ich bin... (und wie es etwa in der
skandinavischen „Persönlichkeitsphilosophie" dann später auch ausgesprochen
wurde, während in Berlin zur gleichen Zeit Hegel und Schelling alles neben sich
ignorierend „geistes"- und wortgewaltig abzutun versuchten). Also nie: Wo ist
Gott und wie könnte er das Böse überhaupt zulassen, sondern warum tun solches
Menschen und versagen in der Bewährung des Unglücks...
Übersehen wird und wurde, daß erst mit der christlichen Verkündigung das in sich
selbst gefangene „heidnische" Denken überwunden wurde.
Im Gegensatz zu allen „Grundpfeilern" der Logik lernten Menschen seither, daß
„Widersprechendes" sehr wohl zusammengedacht werden konnte und keineswegs das „principium
exclusi tertii" der Wirklichkeit entsprach (A oder Nicht-A, ein Drittes ist
ausgeschlossen - aber genau das mußte mithin coram deo nun keineswegs mehr
richtig sein).
Welche erkenntnistheoretischen Konsequenzen auch darum mit den dogmatischen
Aussage wie: Jesus Christus - wahrer Mensch und wahrer Gott in einem und
zugleich (oder dann auch ähnlich in den trinitarischen Formeln) und erst recht
in der Heilslehre „gerecht und Sünder" in einem und zugleich (das „Simul" der
lutherischen Rechtfertigungslehre), verbunden sind, wird aber als entscheidener
und gerade auch unerläßlicher und theologischer Beitrag zur
Wissenschaftsmethodologie kaum noch gesehen.
Das Denken in Mehrdimensionalität und in sich zum Teil sogar überschneidenden
Funktionsabläufen, die „Zeitraum-Verschränkungen" der „biblischen Geschichten",
chronologisch und ebenso zugleich auch vom Ende her (man erinnere sich nur an
das Bildprogramm von Chartres), wird kaum noch gewagt oder gar als umfassende
Lebenswirklichkeit eingestanden wie auch: Das B u c h, es entstand erst und
allein aus dem Vollzug des christlichen Gottesdienstes; die Unmittelbarkeit der
Aussage wurde so erst mit dem Buch schlechterdings überhaupt möglich (erst jetzt
konnte so jede Stelle unmittelbar und direkt aufgeschlagen werden) - im
Gegensatz zu der bis dahin üblichen „Rolle" (und niemand fragte bislang: welche
wohl auch gar nicht zu leugnenden operabelen Einschränkungen es nun aufs neue
für das „Denk en" bedeutete, wenn auf dem Bildschirm eines Computers der Text
genauso auch nur noch wiederum hin- und her- geschoben werden konnte, wie
ursprünglich bei antiken Schriftrollen).
Und als mit dem gotischen Zeitalter es dann auch durchgängig üblich und entdeckt
worden war, endlich auch leise lesen zu können (was bis dahin eben auch u n -
denkbar war), begann die „Aufklärung" in dem nur eigentlich einzig berechtigten
und so auch überhaupt zu postulierenden Sinne.
In der kunstgeschichtlichen Literatur liest man es denn auch - das dafür am
häufigsten bereits im Mittelalter und der Scholastik benutzte Wort clarere,
clarus, clarificari usw. Der gebrochene Christusleib am Kreuz war so zur„Epiphanie"(oder
eben zur„Aufklärung")über die allein Menschen zufallenden, aber eben auch
nie zu erzwingenden Erkenntnismöglichkeiten des hier zum Denken und zum „Ich
Selbst" herauf geforderten und bereiten Menschen geworden.
Die Bilder dazu verdanken wir überdies der Hlg. Birgitta von Schweden. Ohne ihre
Revelationes wäre etwa der Isenheimer Altar und der dort zu erschauende Christus
nicht möglich geworden; aber auch jenes andere Bild: Die Mutter Gottes kniet
anbetend vor ihrem Neugeborenen, wie im Empfang der sakramentalen Gegenwart
Gottes „in Jesus Christus".
In der seit einem Jahrtausend unbestrittenen ökumenische Einheit der
abendländischen Litanei (und wie wir sie nachher auch im Abendgebet benutzten
werden) heißt es, daß „Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und
Friede sich küssen (Ps 85 11); es ist die Lesung zu Maria Verkündigung am
25.März; und dazu hatte kein geringerer als Bernhard von Chairvaux (und wir
befinden uns hier am Ort eines ehemaligen Zisterzienserklosters) eine Predigt
geschrieben. - Aber wer von den Theologen oder Kunsthistorikern durchschaute
noch so etwas... : Um 17oo ist in der Rostocker Marienkirche der große
barocke-protestantische Hochaltar errichtet worden - und dort war eben nicht ein
„übliches protestantisches Bildschema" verwendet worden, sondern über die
Jahrhunderte und eben auch die lutherische Reformation hinweg -genau diese
Predigt vom Bernhard von Clairvaux dargestellt.
Wann wird also die evgl. Kirche wieder in der Lage sein, sich selbst in Auftrag
und wahrer eigener Geschichte - und eben auch darin dann dieses als die ihr nur
einzig gebotene Predigt, und eben nicht nur von damals, nun aber auch unverkürzt
wieder zu entdecken, nämlich wie auch darin nur wiederum für alle
unauswechselbar und stellvertretend das Schicksal des ganzen öffentlichen Lebens
umschlossen war.
Von Wolf gang Böckenförde (ehemals Heidelberg) stammte das zwar in den letzten
Jahren oft zitierte, aber kaum jeweils weiter hinterfragte Wort, daß nämlich
auch das politische Gemeinwesen (eines parlamentarischen Rechtsstaates, wie wir
ihn kennen und wollen) von Voraussetzung lebte, die es sich nicht selber setzen
könnte und genau darin eben für immer unverzichtbar auf die Kirche mit ihrem
apodiktischen Auftrag angewiesen ist und war; und so auch alle „freie"
Wissenschaftlichkeit nur allein hierin ihren Ursprung finden konnte. - Schon der
Umgang mit dem z.T. noch übereich vorhandenen Kulturgut in den Kirchen, auch
hier überall im Lande und den Gebäuden selber, wird erweisen, was wir hier im
Besonderen schuldig sind und für immer bleiben werden.
Es bleibt eben stets bei jener Schuldigkeit des „suum cuique", wie es auch der
Apostel (Paulus) beschreibt, und dessen Schüler nicht ohne Grund auf den frühen
Bildern der Christenheit das weiße Gewand mit dem schwarzen Kreuz trugen: „So
gebet nun jedermann,was ihr schuldig seid...(Rml3 7).
Nicht, was würde mir werden und mir gar endlich zu eigen gegeben oder worauf ich
einfach ein Anrecht hätte, sondern allein: was hätten wir anderen zu deren Heil
und nicht bloß zum äußerlichen Wohlergehen etwa vorenthalten. -Auch Luther hatte
es erst lernen müssen - nicht: Wie bekomme i c h einen gnädigen Gott, sondern in
Anfechtung und Widerständen, die Welt endlich mit den Augen Gottes sehen, und
also nur noch „um Gottes Willen" leben und also in der Affinität zur Gleichheit
Gottes dann auch handeln zu müssen...
In Anlehnung an die ebenbildliche Berufung aus einer creatio ex nihilo, wie es
Menschen als cooperatores dei vor allem Anfang immer schon zugewiesen war und
ist, konnte darum auch der nicht erst in der jüngeren Geschichte dann oftmals
völlig verzeichnete „Deutsche Orden" (Ordo fratrum hospitalis Mariae
Theutonicorum lerosolymitanorum ) bereits auf dem Konzil in Konstanz 1414/18
gegen alle immer wieder erneuerten Anfeindungen sich mit dem Satz verteidigen:
„Wir haben einen Staat geschaffen aus dem Nichts" (nämlich aus dem
Schöpfungsursprung Gottes).
Denn ohne diesen Urspung, wir werden schon im
Voraus jeder pflichtgemäßen Aufgabe gegenüber scheitern; ...und was uns darum
hier fehlte - nämlich diese Läuterung, sie blieb alleine noch übrig - das
Eingeständnis: Wir sind unnütze Knechte, wir haben nur getan, was wir zu tun
schuldig waren" (Lk 17 lo).
So bleibt die uns darum in nichts entlastende
Erinnerung und Mahnung, wie es der Apostel wiederum sagte: Oder meintest du
etwa, daß unser Unglaube schon je Gottes Glauben auch nur irgendwie aufheben
könnte (Rm 3 3).
Oder wie es in einem schwedischen Kirchenlied von Einar Billing (Bischof von
Västeräs) um 1922 hieß:
O Herre, sa tro du för mig... Herr, glaube für mich....
Die Beiträge auf der Tagung
werden, solange eine Buchveröffentlichung noch nicht finanziell möglich ist,
nach Eingang der Manuskriptvorlagen durch die Autoren auf dieser Internetseite
nachzulesen sein:
Abweichend vom vorgesehenen Programm, wie es allen Mitgliedern, Freunden und
Förderern zugegangen war, hat Johannes Voss /Schwerin zusätzlich über die
gestalterischen Bildvorlagen in der kirchlichen Kunst referiert. - Frau
Schmelzer mußte leider ihren angekündigten Vortrag über Lettner-Nutzung anhand
mittelalterlicher Quellen aus familiären Gründen absagen.
Zweite Interdisziplinäre Fachtagung
- Himmelfahrt 2007 in Dargun

Bilder von der Exkursion nach Demmin und
Greifswald
Die Protestantischen Schriftaltäre des 16.und 17.Jahrhunderts in
Nordwestdeutschland
Pfarrer Dr. Dietrich Diederichs-Gottschalk /Sandstedt
Apostel und Apostolicum - Zur Textgeschichte des abendländischen Taufsymbols und
ihre Auswirkungen in der christlichen Kunst
Pfarrer Dr. Hanfried F o n t i u s / Mölln
Vortrag © H. Fontius
Bilder © H. Fontius
Die Natur und die Kunst als christliche Erbauung nach den Schriften Johann
Arndts
(1555-1621)
Lektor dr.Teol.Bengt Arvidsson /Universtat - Lund
Die verlorene Innenausstattung von St.Nicolai in Anklam
Dr. Fritz Wochnik /Berlin
Zank um die Domkuppel: Gemeinde wirft Kritiker
raus
Tagesspiegel - 3. Jan. 2008
Für Thomas Buske vom Kirchenbauverein wurde dadurch „der Dom als
Kunstwerk verunstaltet“. Inzwischen steht die jetzige Kuppel aber unter
Denkmalschutz und ...

links: die vom Kirchenbauverein
favorisierte historische Kuppel - rechts: die neue Kuppel
Dr. Thomas Buske:
DER BERLINER DOM
SCHLUSS MIT DER VERSTÜMMELUNG EINES BAUWERKES
Auch in der Satzung des
BERLINER DOMBAUVEREINS
heißt es:
§2 Zweck 1.Zweck des Vereins ist es, die Vollendung des Wiederaufbaus und die
Erhaltung des Berliner Domes zu unterstützen.
Alle Freunde des Domes, die Gemeinde- und Vereinsmitglieder erwarten die
Einlösung dieses Versprechens.
Wem gehört der Berliner Dom?
Der Berliner Dom war nie rechtlich eine Kathedralkirche - also Sitz eines
Bischofs, sondern von seiner ersten Gründung an 1465 eine Stiftskirche, die oft
wegen ihrer gleichen gottesdienstlichen Strukturen und seelsorgerlichen
Ausrichtung auch „Dom" genannt wurden...
Weiter
Dr.theol.THOMAS BUSKE
Gossler Straße 25
12 161 Berlin
15.XII.2oo6
Frau
Dr.Irmgard Schwaetzer
Vorsitzende des Domkirchenkollegiums
Lustgarten - Berliner Dom
10 178 B e r 1 i n
Sehr geehrte Frau Dr. Schwaetzer,
aus der Zeitung war zu entnehmen, daß Kreuz und Laterne von der Domkuppel aus
Sicherheitsgründen abgenommen werden mußten.
Damit bietet sich Verpflichtung und Gelegenheit die damaligen „Bausünden"
während der Wiederherstellung des Domes noch „vor der Wende" endgültig zu
beheben und die originale Kuppelbekrönung wieder aufzusetzen, auch wenn diese
Zielsetzung in einem zeitlich gestreckteren Rahmen nur zu verwirklichen sein
wird.
Jedenfalls würde ich bitten, daß sich das Domkirchenkollegium vielleicht zu
einem solchen initiierenden Beschluß verstünde, ohne daß auf vergangene, damals
nicht umfassend genug durchdachte Argumente noch einmal Bezug genommen werden
müßte.
Die inzwischen auch anderenorts wiederhergestellten historischen Gebäude
sprechen längst eine andere Sprache, der wir uns nicht entziehen sollten.
Mit vielen guten Wünschen für eine gesegnete vorweihnachtliche Zeit grüßt Sie
Thomas Buske
PS
Dem Dombauverein habe ich in gleichem Sinne geschrieben
Antrag
für die Mitgliederversammlung des Dombauvereins
April 2007
Nachdem Kreuz und Laterne von der Domkuppel aus Sicherheitsgründen abgenommen
werden mußten, bietet sich jetzt die Gelegenheit die originäre Kuppelbekrönung
wieder aufzusetzen, auch wenn diese Zielsetzung in einem zeitlich gestreckteren
Rahmen nur zu verwirklichen sein wird.
Der Dombauverein verweist dazu auf die entsprechenden Denkmalschutzbestimmungen
und die bereits auch von der Bundesrepublik Deutschland in den vergangenen
Jahren wahrgenommene Baulastverpflichtung.
Der Dombauverein bittet daher alle Verantwortlichen, sich dieser Aufgabe nicht
zu entziehen, den Dom auch in seinem äußeren Erscheinungsbild und in
Übereinstimmung mit den unmittelbar im städtebaulichen Umfeld bereits
hergestellten und ab 2009 weiter geplanten historischen Gebäude unverstellt und
denkmalsgerecht zu vollenden.
Dr.tlieol. Thomas Buske - Gossler Straße 25 12 161 Berlin-Tel. 85128 26
Bilder von der
Tagung 2006 in Dargun,
Fotostrecke

Kloster-Schloß St. Marien in
Dargun
- Wiederaufbau und Nutzung -
Arbeitstitel: "Nordisch-deutsches Kirchenarchiv"

Evangelischer Kirchenbauverein - Vorsitz: Dr. Thomas Buske - Gosslerstrasse 25 -
12161 Berlin-Friedenau Email:
Evangelischer Bauverein
Dresdner Bank Berlin - BLZ 100 800 00 -
Konto-Nr. 15 46 32600
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